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Archiv für 07/01/2009

Tipps & Tricks zur SC09

07/01/2009 3 Kommentare

Wer die ORF Ski Challenge aus den Vorjahren kennt, weiß um die kleinen Taktiken und Tricks, um die Abfahrten schneller und effektiver zu machen. Jedes Jahr nehmen aber zunehmend neue Ski-Verrückte an der Riesen-Gaudi teil (zum Glück) – und für all jene habe ich die folgenden Tipps & Tricks zur SC09 zusammen gestellt, damit ihr wisst, wo all die Sekunden bei der Abfahrt bleiben, die eben die Führenden hier und da so rausholen.

Top Fahr-Tipps zur SC09:

1) Optimiere die Ski-Einstellungen
Jede Strecke hat bei jeder Wetterlage andere optimale Ski-Einstellungen. Ob Sonne, Schnee oder Eis – das im Blog vorgestellte Tool “Hol dir seine Ski” ist perfekt, um das große Mysterium der korrekten Ski-Einstellungen zu lüften. Schaut euch die Settings der Top-Fahrer an und passt diese in minimaler Ausprägung eurem eigenen Fahrstil an. Einen schnellen Überblick für jede Strecke und jedes Wetter gibt unsere Extra-Seite Ski-Einstellungen hier im Blog. Hier findet ihr übrigens auch die 2008er Einstellungen für noch nicht freigeschaltete Strecken zur Vorbereitung.

2) Qualifizier dich!
Ohne die erforderliche Quali-Zeit seid ihr zum wichtigen Rennen gar nicht erst zugelassen. Es ist banal, aber immens wichtig. Also fahrt immer die Qualifikation in der erforderlichen Zeit, um euch im Rennen Weltcup-Punkte zu sichern. In der Regel fällt es einem bei Sonne wegen der besseren Sicht am leichtesten. Habt ihr die Quali im Sack, könnt ihr euch ans üben machen.

3) Schau dir Strecken-Videos an
Strecken-Kenntnis ist wichtig. Schaut euch fürs Erste z.B. die Skischul-Videos von Linda auf YouTube an. Jedes Streckenvideo findet ihr auch hier im Allstars-Blog verlinkt (Rubrik Videos) oder geht auf die Extra-Seite Strecken-Tutorials für eine komplette Übersicht zu allen Strecken. Die Skischule zeigt euch die Tücken der Strecke und die entsprechende Ideallinie. Achtet darauf, wie die Figur die Tore anfährt, wo sie bremst, kantet und gleitet und auch, wie weit (oder eher kurz) Sprünge ausfallen, um viel Speed mitnehmen zu können.

4) Hügel drücken, Sprünge verkürzen
Ihr verflucht die Hügel und Sprünge direkt in die Bande rein? Dann wisst ihr vielleicht noch nicht, dass man mit der Leertaste eben dafür sorgen kann, dass die Figur a) gar nicht hüpft oder b) ein weiter Sprung wesentlich verkürzt werden kann. Wichtig ist das exakte Timing! Drückt ihr zu früh, werdet ihr langsamer und verliert an Schwung, drückt ihr zu spät, ist der Sprung durch das Abdrücken der Figur vom Boden vielleicht sogar länger, als erwartet. In jedem Fall gilt: Habt ihr einen Sprung gedrückt, lasst ihn auch gedrückt, bis die Figur wieder gelandet ist. Die zuvor genannten Strecken-Videos geben euch gute Hinweise, wo ihr wann drücken könnt. Eine erste Orientierung bieten die blauen Markierungslinien bzw. Halblinien vor den Fahnen. Je nach Tempo und Sprung drückt ihr als grobe Faustregel die zweite oder letzte Linie vor dem Sprung. Stimmt das Timing springt ihr gar nicht oder verkürzt den Sprung um einige Meter. Damit kommt ihr früher in die Hocke, kommt schneller in Fahrt und nehmt den Schwung für die folgenden Strecken-Abschnitte mit.

5) Kurven, Fahnen schneiden
Weiß nicht jeder:  Mit einem kurzen drücken der Leertaste bringt ihr eure Figur dazu, quasi die Ski einen Tick um die Fahne “rumzuwerfen”. Das ist vor allem in S-Kurven die einen schnellen links-rechts / rechts-links Wechsel erfordern hilfreich. Macht das nicht pauschal an jeder Fahne, denn es bremst auch gleichzeitig etwas … auch hier gilt: Üben, optimale Linie finden, passend dosieren.

6) Manchmal hilft nur Bremsen
“Wer bremst, hat verloren!” – diese Regel gilt nicht für die Ski-Challenge. Je nach Strecke könnt ihr ohne dosiertes bremsen die Ideallinie einfach nicht halten (Standardmäßig ist das die Cursor-Taste nach unten). In der Konsequenz heisst das: Ihr habt zuviel Fahrt drauf, müsst hart kanten oder weite Bogen fahren … und das kostet wertvolle Zeit.  Ein Parade-Beispiel für den abwechselnden Einsatz von Bremsen-Leertaste-Bremsen- Leertaste war das “große S” gleich nach dem Start in Kitzbühel. Auch in Garmisch erlangt ihr nur dann Top-Zeiten, wenn ihr die Stellen genau kennt, an denen ihr bremsen oder die Leertaste einsetzen müsst.

7) Geist nutzen, von anderen lernen
Stets den nächst besseren Geist zu nutzen, ist keine schlechte Sache. Ihr fahrt somit quasi immer einem besseren Fahrer hinterher und könnt euch so Stück für Stück an die Ideallinie herantasten.
Irgendwann fällt die eigene Zeitverbesserung aber schwer und man hat sich “auf seine eigene Linie” eingeschossen. Achtung! Ab hier könnt ihr nur noch von viel besseren lernen – stellt euch z.B. mal eine Platzierung als Geist ein, etwa immer der 1.000ste (oder in welcher Region auch immer ihr euch in der Rangliste bewegt). Es kann auch nicht schaden, einfach mal die Fahrten (Videos) der Top-Fahrer aus der eigenen Gruppe oder dem Gesamt-Klassement zu beobachten. Die Perspektive lässt sich ändern (C-Taste für Kamera-Ansicht) und ihr bekommt ganz andere Eindrücke von schwierigen Strecken-Teilen. Mitfahren dürfte spätestens ab dem 2.ten, 3.ten Strecken-Abschnitt schwer fallen, denn die PROs hängen euch i.d. Regel schon am Anfang so weit ab, dass ihr den Rest der Piste allein schaffen müsst.
Seid ihr langsam soweit, dass ihr eure eigene Top-Zeit kaum noch schlagen könnt, kann es hilfreich sein, einfach mal sich selbst als Geist zu nutzen. Ihr fahrt eure Ideallinie inzwischen fast blind und wisst sofort, dass ihr euch nicht verbessern könnt, wenn eurer eigener Geist vor euch fährt. Brecht ab, spart euch die wertvolle Zeit und legt erneut los.

8) Tutorials anschauen
Für die ganz ehrgeizigen empfehle ich die Tutorials zu jeder Strecke. Sie verraten euch in manchmal schon akribisch genauer Reihenfolge, welche Strecken-Abschnitte ihr wie am besten meistern könnt, um jedes Quentchen an Sekündchen einzusparen. Solche Tutorials findet ihr sowohl auf der offiziellen ORF SC-Website als auch in Foren und Weblogs, z.B. im inoffiziellen SC-Forum von skicha.

9) Nerven beweisen- locker bleiben
So spannend die Jagd auf Bestzeiten ist – achtet darauf, nicht zu verbissen zu kämpfen. Habt ihr je eine Top-Zeit hingelegt, wenn ihr total verkrampft mit rasendem Herz auf das Keyboard gehackt habt? Eben! Es ist sicher Typsache, aber es bringt absolut nichts, wenn die Finger krampfen, ihr übermüdet seid oder tüdelig vom Alkohol.
In der Regel fährt man sich immer erst eine Weile ein, bis man eine gute Zeit hinlegt. Dann tastet man sich ein paar Abfahrten an die Ideallinie ran, stürzt seltener und bringt vielleicht die erste Bestzeit ins Tal. Das ist euer “RUN” – genau jetzt solltet ihr dabei bleiben und weiterfahren. Ihr habt den Rhytmus.

So – mehr fällt mir derzeit nicht dazu ein. Vielleicht habt ihr ja noch wichtige & coole Tipps zur Ergänzung. Dann postet doch einfach einen Kommentar dazu :)

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