Top Fahrtipps für die Ski Challenge
Die Abfahrten bei der ORF Ski Challenge, kurz SC:10 haben nur ein Ziel:
Komm heil unten an, mit der besten Zeit, die dir möglich ist – und lasse keine Fahne aus!
Das ist leichter gesagt als getan: Es verlangt nicht nur eine perfekte Streckenkenntnis, sondern auch Reaktionsvermögen, Fingerspitzen-Gefühl sowie ein gutes Nerven-Kostüm. Um eine, gute Fahrt runter zu bringen müsst ihr die Strecke kennen, die richtigen Ski-Einstellungen nutzen, möglichst auf der Ideallinie bleiben und die Sprungtaste gezielt einsetzen, nur dann bringt ihr am Ende DIE eine Fahrt in den wichtigen Rennen ins Ziel.
Ich gebe euch hier die besten 10 Tipps & Tricks zur SC:10, damit jedes Team-Mitglied der CHIP*Allstars das bestmögliche aus der Saison herausholen kann. Wenn ihr diese Tipps beherzigt, habt ihr das theoretische Handwerkszeug, um euch stetig zu verbessern. Jetzt müsst ihrs nur noch auf den Pisten umsetzen
Top Fahr-Tipps zur SC 2010
1) Ski-Einstellungen optimieren
Ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg bei der Ski Challenge ist das Menü zu den Ski-Einstellungen bzw. Ski-Settings. Über drei Regler lassen sich die Eigenschaften für Drehen, Kanten und Gleiten einstellen. Neulinge der SC sollten die Ski-Settings zunächst ignorieren und die Standard-Werte “Anfänger” oder “Classic” aus dem Menü aufrufen, um erste Zeiten einzufahren.
- Drehen – Je höher der Wert, desto leichter wird auf Richtungs-Änderungen reagiert, ihr kommt also besser um Kurven
- Kanten – Manche Tore machen es erforderlich die Kurven “hart” zu nehmen und damit auf den Kanten der Ski zu fahren. Damit verliert ihr in der Regel an Fahrt, es sei denn, der Wert ist eben perfekt auf die Strecke abgestimmt und ihr kantet immer nur gerade soviel, wie es das Hindernis erfordert – sonst: Speed-Verlust!
- Gleiten - Sehr wichtiger Wert, den man tendentiell immer so hoch wie nur irgend möglich einstellen sollte. Warum? In ruhigen Strecken-Abschnitten verharrt ihr in der Hocke und nehmt mit hohen Gleitwerten richtig Fahrt auf. Wer dann noch Sprünge durch den Einsatz der Sprungtaste verkürzt oder komplett durchgleitet, gewinnt wertvolle Sekunden.
Jede Strecke erfordert ihre eigenen Ski-Settings – und dazu auch für jede Wetter-Bedingung (Sonne, Neuschnee, Eis). Einen schnellen Überblick für jede Strecke und jedes Wetter gibt die Extra-Seite Ski-Einstellungen hier im Blog. Schaut dazu in die Kommentare anderer *Allstar* Mitglieder, die euch hier sehr hilfreiche Tipps für jedes Quäntchen an Optimierung geben.
2) No Quali – no Race!
Eigentlich logisch: Wer die geforderte Qualifikation nicht fährt bzw. die Qualifikations-Zeit nicht schafft, kann am Rennen nicht teilnehmen und damit keine Weltcup-Punkte sammeln! Die Quali-Zeit ist in der Regel sehr, sehr human und von jedem zu schaffen.
Tipp: Sowie die neue Strecke zur Verfügung steht, fahrt die Quali unter besten Wetter-Bedingungen, sprich: bei Sonne! Damit habt ihr die Pflicht erfüllt und seid im Rennen dabei. Für jede Strecke haben wir die passenden Ski-Einstellunge für euch parat, mit denen ihr die Piste meistert. Je nach eigenem Fahrstil könnt ihr diese dann geringfügig anpassen und so die Strecke oder auch nur Passagen im Trainings-Modus üben.
3) Rennkalender eintätowieren
Ich sage es euch aus eigener, leidlicher Erfahrung: Wenn ihr aus irgend einem Grund auch nur ein Rennen verpasst, ärgert ihr euch grün und blau. Tätowiert euch die Zeiten für die Rennen auf eine Arschbacke oder wohin auch immer. Nein, im Ernst > Merkt euch die Renntermine vor. Verpasste Weltcup-Punkte sind nicht mehr aufzuholen! Die Schmach im Team währt ewig, wenn andere sich vor euch platzieren, die alle Rennen gefahren sind, aber sonst viel schlechter als ihr seid! Ihr habt erst im nächsten Jahr wieder eine Chance, diese Niederlage zu beenden ,-)
4) Strecken-Videos studieren
Bevor du die Piste runtersaust, verschaff dir einen Überblick. Schau dir erst einmal Videos der Strecke an. Entweder gleich die Tutorial-Videos, die wir euch hier zur Verfügung stellen und stetig ergänzen – oder nimm dir einfach eine Ghost-Fahrt von einem der Führenden oder einer Zeit, die du anstrebst und schau dir die Fahrt mehrfach aus der Fahrer-Perspektive an.
Achtet darauf, wie die Tore angefahren werden, schaut auf Anhaltspunkte wie bestimmte Schilder, Bäume oder die blauen Linien, um für euch Marker zu setzen, wo ihr später einlenkt, die Sprungtaste drückt, etc. – behaltet auch mal die Speed-Anzeige und Zwischenzeiten für die Strecken-Abschnitte im Auge. Wenn ihr später selbst fahrt, wisst ihr gleich, in welchem Abschnitt ihr zu wenig Fahrt habt um das Rennen gleich abzubrechen oder eben bestimmte Streckenteile im Training gezielt zu üben.
5) Sprungtaste nutzen
Topzeiten bringt nur runter, wer die Sprungtaste beherrscht. Als solche funktioniert in den Standard-Einstellungen der Ski Challenge die Space- bzw. Leertaste. Sie erfüllt, richtig eingesetzt, mehrere Funktionen:
- ihr reduziert die Sprungweite drastisch und kommt früher wieder ins gleiten bzw. zur Ideallinie
- ihr gleicht Unebenheiten und Dellen komplett aus, Fahrer bleibt “on Track”
- ihr springt an manchen Hügeln gar nicht, sondern gleitet komplett drüber = mehr Tempo!
- ihr kommt enger um Fahnen herum bzw. schneidet Kurven
Es gibt zwei Arten, die Sprungtaste einzusetzen.
Erstens: kurz drücken für Slides oder ein Art Drift um Fahnen herum.
Zweitens: drücken und gedrückt lassen bei Sprüngen.
Die Strecken-Tutorials zeigen euch die entsprechenden “Potential-Stellen” um hier und da noch ein paar Zehntel Sekunden, manchmal sogar mehr rauszuholen. Pflicht ist der nicht gerade einfache Einsatz der Sprungtaste nicht! Ihr könnt auch komplett ohne die Leertaste zu drücken eine akzeptable Zeit hinlegen. Aber die Topfahrer könnt ihr so niemals ernsthaft gefährden. Am wohl dosierten und perfekt getimten Einsatz der Sprungtaste trennt sich die Ski Challenge Spreu eben schnell von den Profis im Fahrerlager.
6) Kurven und Fahnen schneiden
Manchmal habt ihr gar keine Wahl, ihr müsst regelrecht über die Fahnen brettern. Das geht, denn sie sind keine Mauern! Natürlich auch potentiell sturzgefährend, darum ist es wichtig, in welcher Fahrer-Position und in welchem Winkel ihr die Fahnen streift oder gar überbügelt.
Bei der SC:10 werden viele Fahnen “von hinten” angefahren. Das meint, in einem weiten Bogen aus einem flachen Winkel. Ihr solltet als Faustregel maximal mit der halben Spielfigur, sprich Mitte vom Helm auf die Fahne zurasen. Dann drückt die Figur die Fahne noch weg. Bei manchen Fahnen ist die Kollisionsabfrage aber wesentlich drastischer und die Toleranz geringer. Bei anderen widerum könnt ihr sie komplett überfahren. Wundert euch nicht, nehmt es als kleine Strecken-Geheimnisse hin, die ihr aus den Tutorials ergründen könnt. Wie gesagt, grobe Faustregel ist halbe Spielfigur!
Andere Fahnen müsst ihr aus spitzem Winkel anfahren, teilweise mit kurz gedrückter Leertaste für einen Slide. Hier darauf achten, dass die Figur max 1/3 der Fahne erwischt und diese mit dem Handschuh weggeboxt wird, sonst liegt ihr. Etwas mehr Toleranz gibt es, wenn ihr aufgerichtet über solche Fahnen bügelt, aber eben auch nur an den Stellen, wo es der Ideallinie entspricht. Darum gilt auch hier: Selbst herausfinden, üben und/oder Tutorials schauen.
7) Bremsen!
Wer zur richtigen Zeit auf die Bremse tritt, was bei der Ski Challenge die Cursor-Taste nach unten ist, bleibt auf der Ideallinie und muss wegen des zuviel an Geschwindigkeit nicht hart kanten, weiter springen oder die Kurve gezwungen ziehen, was immer Zeitverlust zur Folge hat. Der abwechselnde Einsatz von Bremsen-Leertaste-Bremsen- Leertaste ist z.B. das Erfolgsgeheimnis beim „großen S“ in Kitzbühel (kurz nach dem Start). Auch Garmisch ist ein Track, bei dem die Bremsen-Taste wertvoll ist.
8) Geist nutzen, von anderen lernen
Ghosts sind ein tolles Feature, das in der SC:10 nochmals mit einer Favoriten-Liste und den farbigen Ideallinien-Spuren aufgewertet wurde. Zum einen könnt ihr den Namen eines beliebigen Fahrers, des Nächstbesseren oder einer Platzierung eingeben und euch in aller Ruhe die Fahrt anschauen und Streckenteile studieren. Zum anderen könnt ihr so natürlich immer einem Ghost hinterherfahren und euch so langsam verbessern.
Irgendwann fällt die eigene Zeitverbesserung aber schwer und man ist „auf die eigene Linie“ eingeschossen. Achtung! Jetzt könnt ihr nur von viel besseren lernen. Darum solltet ihr jetzt mal als Geist jemanden wählen, der ganz klar 1, 2 oder gar 3 Sekunden vor euch liegt. Ob ihr hier den Rang einstellt (jeder 500ste, 1000ste oder so) oder eine Zeit vorgebt, bleibt euch überlassen. Der Abstand sollte nur eben gerade so groß sein, dass ihr den Ghost auf der Strecke immer noch in Sichtweite habt und so seiner Linie folgen könnt. Ihr werdet feststellen, dass ihr manche Stellen grundlegend falsch anfahrt. Es schadet nicht, sich die Fahrten (Videos) der Top-Fahrer anzuschauen. Mit der C-Taste stellt ihr die Kamera-Perspektive ein und bekommt so andere Eindrücke von schwierigen Strecken-Teilen.
Tipp: Könnt ihr eure eigene Zeit nicht mehr toppen, kann es hilfreich sein, sich selbst als Geist zu nehmen. Warum? Wenn euch euer eigener Ghost überholt, gibts keine Chance mehr, das Rennen mit neuer Bestzeit ins Tal zu bringen. Abbruch - neu starten!
9) Tutorials anschauen
Auch wenn ich es oben schonmal angerissen habe, es ist einen eigenen Punkt wert: Ihr wollt unter die Topfahrer? Dann müsst ihr alle Widrigkeiten der Strecken kennen! Das trifft auf nur wenige zu, aber davon sind einige so nett, für uns alle Video- und Strecken-Tutorials zu veröffentlichen.
Solche Tutorials findet ihr vereinzelt auf YouTube, die brauchbarsten gesammelt bei uns im Weblog, auf der offiziellen ORF SC-Website, bei Playerworlds oder im inoffiziellen SC-Forum von skicha.
10) Relaxed bleiben
Wird euch jeder Profi-Sportler bestätigen: Bleibt locker – gaaanz relaxed. Es bringt nichts, sich ein ums andere Mal das Tal hinab zu stürzen um doch nur zu scheitern. Mit Ärger und Frust im Bauch, nichts im Magen und vollkommen übermüdet hat noch nie einer Bestleistungen gebracht.
Remember: Don´t drink and drive!
Kein übermäßiger Alkohol, keine Drogen wenn ihr Ski Challenge spielt.
Bleibt vor allem klar und entspannt im Kopf. Wenn ihr partout keine neue Bestzeit schafft, ist es manchmal das beste zu pausieren. Fenster auf, Augen entspannen. Mal ein, zwei, drei Stunden oder auch mal den halben Tag nichts machen. Setzt euch später wieder ans Keyboard. Frisch, erholt, unbelastet und ihr werdet euren „Run“ haben. Und wenn nicht, immer dran denken: Es soll Spaß machen!





“Remember: Don´t drink and drive!
Kein übermäßiger Alkohol, keine Drogen wenn ihr Ski Challenge spielt.”
ok, da geb ich dir recht aber ein glas wein hat meinen fahrkünsten meistens gut getan
Betonung liegt auf nicht “übermäßig”